Letzten Samstag stand ich zum fünften Mal in meiner Karriere hinter der Startlinie des
Ironman Lanzarote. Ich habe mich in diese Insel verliebt und schon eine Menge Trainingsstunden hier verbracht. Das Rennen ist etwas ganz Besonderes für mich, trotz der Tatsache, dass es eines der schwierigsten Rennen überhaupt ist. Bisher habe ich hier dreimal gefinisht, jedes Mal auf dem Podium.
Verletzungspech
Zwei Wochen vor dem diesjährigen Rennen zog ich mir eine Unterschenkel-Verletzung zu. Das Ergebnis war, dass ich für zwei Wochen nicht lief und dass ich unsicher war, ob ich das Rennen überhaupt beenden konnte. Ich beschloss dennoch zu starten und zu sehen, ob mein Bein bis zum Ende zu halten würde.
Was einem durch den Kopf geht…

Vor dem Start: “Ich bin nervös. Wird mein Bein bis zum Ende halten”? Es wird ein schöner Tag werden.
Während des Schwimmens: “Ich weiß nicht, ob ich dieses Rennen wieder machen will. Es ist wie in einer Waschmaschine.” Nach 300 Metern: “Es ist nicht so schlimm, wie ich dachte. Und ich bin gut unterwegs, das Wasser ist ruhig und ich finde meinen Rhythmus.”
Während des Wechsels: “He, ich habe keine Schmerzen in meinem Bein!”; “Ruhe bewahren …..” Während der langen Laufes zum Fahrrad: “noch keine Schmerzen”?
Auf dem Fahrrad: “Es regnet. Pass auf, die Straße ist nass, kein Risiko “,” Ich glaube, meine Beine sind gut heute” Nach 80 Kilometern:”Ja, da sind schon zwei schnelle Damen eingefangen “, ” Ah, da ist meine Trainingspartnerin
Hanneke, sie fährt großartig!”,
Fast am Ende der Radstrecke fühle ich mich immer noch frisch und ich freue mich auf den Marathon.”

” Wow
Kristin Möller hat bereits drei Kilometer gelaufen und ich bin noch im Wechsel, sie ist heute wirklich stark! Ich denke, ein zweiter Platz ist das Beste, was ich heute bekommen kann…… ”
Während des Laufs: “Der Lauf fühlt sich gut an. Und ich habe immer noch keine Probleme im Unterschenkel.”, ” Der Lauf ist nicht flach!”, ” Autsch meine Waden, das wird ein harter zweiter Teil “, ” Nur noch zehn Kilometer – die Dritte ist sechs Minuten hinter mir, also wenn ich das Tempo halte, dann gibt es keine Gefahr.”, ” Ein Traum wurde wahr: Ein zweiter Platz!”
Zur Website von Heleen.
Fotos: Heleen bij de Vaate
Mit einem hervorragenden Rennen, das ihr allerdings durch Magenprobleme beim Laufen einen möglichen Sieg kostete, hat Yvonne van Vlerken einmal mehr gezeigt, dass sie bereit für die großen Rennen der Saison ist.
Beim Schwimmen schockte sie nicht nur die spätere Siegerin und kontroverse Figur im Triathlon-Sport
Lisa Hütthaler, sondern auch andere Mitbewerber um die Krone von Mallorca. Denn nach dem Schwimmen stieg die starke Radfahrerin mit nur gut 3:30 Minuten Rückstand auf die Spitze um
Anja Beranek, der Rennfavoritin aus Deutschland, auf ihr Simplon Mr.T.
Führung zur Halbzeit

Nach 40 Kilometern hatte sie bereits die Führung übernommen, lediglich Hütthaler konnte ihrem Tempo folgen, sodass die beiden in Sekundenabständen die zweite Wechselzone erreichten. Dahinter folgten mit über vier Minuten Rückstand die Britinnen
Lucy Gossage und
Tamsin Lewis.
Yvonne van Vlerken übernahm die Führung und setzte sich beim Laufen ab, doch nur sieben Kilometer vor dem Ziel war Hütthaler mit einem für sie überraschend schnellen Lauf wieder an ihr dran und konnte sich sogar absetzen.
Die Österreicherin holte damit einen Sieg, der nicht ganz undiskutiert bleiben sollte. Yvonne van Vlerken bekam, nach hartem Kampf, den verdienten zweiten Rang deutlich vor der Dritten Lucy Gossage.
“Es war ein tolles Rennen”

Yvonne van Vlerken: “Es war für mich ein tolles Rennen. Ich hatte zwar beim Laufen Magenprobleme und musste mich übergeben, aber ich habe mich durchgekämpft. Ich habe das Rennen, und vor allem die Radstrecke, sehr genossen, die schnellen Abfahrten waren einfach super, viele haben gedacht das Niederländerinnen nicht runter fahren können, doch das habe ich hier in Österreich lernen dürfen und offensichtlich ist es zu einer Stärke geworden. Ich freue mich nun auf den
Ironman 70.3 St.Pölten, dort werde ich alles geben um das Rennen zum Dritten mal zu gewinnen.“
Zur Website von Yvonne.
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Foto: Ingo Kutsche
Hoch motiviert nach ihrem sensationellen Sieg und neuem Streckenrekord in 1:17:15 Stunden beim
Halbmarathon Leipzig geht die Wahl-Österreicherin Yvonne van Vlerken in die Europäische Saison, die ihr Highlight im Deutschen Roth haben wird. In Leipzig hatte sie gezeigt, dass sie als ehemalige Duathlon- Weltmeisterin nicht nur schnell auf dem Rad, sondern auch zu Fuß ist, und pulverisierte den alten Streckenrekord geradezu.
2.Platz beim Ironman Melbourne
Mit ihrem hervorragenden 2.Rang beim Ironman Melbourne konnte Yvonne schon genug Punkte im
Kona Pro-Ranking der WTC sammeln um sicher zur
WM auf Hawaii im Oktober zugelassen werden.

Das Rennen in Melbourne verlief ganz nach Yvonne van Vlerkens Geschmack. Wetterbedingt wurde die Schwimmstrecke auf 1.9km verkürzt, nach sehr gutem Schwimmen war van Vlerken bereits nach nur gut 60 Kilometern in Führung. Alles sah nach einem tollen Tag aus bis ihre über-korrekte und vorsichtige Fahrweise, um nicht in die Windschattenzone zweier vor ihr fahrender Altersklasse-Athleten zu kommen, und ein etwas übereifriger Referee, ihr eine sogenannte „Blocking“- Penalty auf dem Rad bescherte. Diese wurde mit vier Minuten in der Strafbox bestraft. Das bedeutete den fatalen Verlust der Spitzengruppe bei Kilometer 135 und damit einen Kampf alleine gegen den Wind, den Ärger und einen möglichen verlorenen Sieg.
Doch dank eines exzellenten Kampfgeistes und einer guten Moral kämpfte sich Yvonne van Vlerken vom siebten Rang nach dem Rad wieder auf den zweiten Platz und ließ mit dem zweitschnellsten Marathon des Tages u.a. die Ironman Vize-Weltmeisterin
Caroline Steffen hinter sich.
Challenge Roth – nach fünf Jahren Abwesenheit Rückkehr zum Ursprung.
Mit dem Rücken frei, was die Quali für die WM auf Hawaii betrifft, geht die quirlige Athletin nun voller Elan in die Vorbereitung für die
Challenge Roth und meinte dazu: „Ich freue mich irrsinnig darauf wieder in Roth zu starten, dort wo ich den erfolgreichen Sprung vom Duathlon zur Triathlon- Langdistanz geschafft habe. Sieben Jahre lang hatte ich damals von meiner ersten Ironman-Distanz geträumt bis ich endlich antreten konnte. Jetzt ist die Vorfreude wieder in Roth dabei zu sein sehr groß.
Challenge Roth, das ist das Rennen wo meine Triathlon- Karriere erst richtig angefangen hat. Die Emotionen von 2007 und vielleicht selbst noch mehr vom Rennen 2008 sind noch so lebendig. Ich möchte gerne zeigen, dass ich als Athletin und Mensch gewachsen bin und träume von einer neuen persönlichen Bestzeit. Bei dem Top Damen- Feld das angekündigt ist, werde ich auch so schnell sein müssen um mein Minimal-Ziel, die Top-3, erreichen zu können.“
Kommenden Sonntag startet die Niederländerin zum 4.Mal beim
Rheintal Duathlon, den sie bereits drei mal in Folge gewinnen konnte.
Zur Website von Yvonne van Vlerken.
Foto: Delly Carr
Vom Trainingslager Lanzarote aus ging es mit einem kurzen Stopp in den Niederlanden direkt weiter nach Amerika. Dort bereitet sich Mirjam Weerd auf die anstehende Rennsaison vor – und wagt das ein oder andere Experiment. Der
Ironman 70.3 Oceanside war ein solches. Doch lest selbst.
Es war ein harter Tag. Ein Trainingstag. Ich hatte damit gerechnet, dass genau das passieren könnte, denn ich hatten die Trainingsbelastung im Vorfeld nicht reduziert. Doch insgeheim hofft man ja immer auf mehr.

Das Schwimmen war gut. Ich kam mit den Konkurrentinnen aus dem Wasser, mit denen ich schwimmen wollte. Aber auf dem Rad war die Kraft einfach nicht da. Nachdem ich den Kurs nicht kannte, hatte ich mich für die falsche Kassette entschieden (der Kurs verläuft auf einer Marine Base und man kann ihn vorher nicht abfahren, das ist für Erstlinge wie mich ein großer Nachteil). Das viele Training in den letzten Wochen gab mir den Rest.
Nach 30 Kilometern war ich völlig fertig und der Ritt über die Hügel fing gerade erst an. Ich fuhr den Rest der 90 Kilometer einfach locker und nahm so viel Nahrung und Flüssigkeit zu mir, wie ich konnte. Schließlich wollte ich noch laufen. In der T2 angekommen, hatte ich meine leeren Beine so satt, dass ich so schnell wie möglich laufen wollte, um es nur hinter mich zu bringen.
Und es funktionierte! Ich lief meine persönliche Bestzeit auf der Halbmarathonstrecke und beendete das Rennen als 18. Das ist vielleicht kein Top-Ergebnis, aber das Rennen war auch gut besetzt. Hätte ich eine Spitzen-Platzierung gewollt, hätte ich kein Trainingsrennen einplanen dürfen. Für das Rennen am kommenden Wochenende in Galveston werde ich dafür ausgeruht sein. Ich bin motiviert und die Zeichen stehen gut. Ich freue mich auf das nächste Rennen!
Zur Website von Mirjam Weerd.
Fotos: Mirjam Weerd
Erfolgreicher kann man eine Saison nicht starten. Tjarco Cuppens siegt bei seinem ersten Rennen in 2013 und meint: “Xendurance and Xecute are great!!”
Dem haben wir nichts hinzu zu fügen – außer einige Bilder von Tjarcos Rennen.