Während ich diesen Blog schreibe, fühle ich mich enttäuscht und stolz zugleich. Enttäuscht, weil ich weiß, ich hätte besser sein können. Stolz, mental stark genug gewesen zu sein, um das Rennen zu beenden und den vierten Platz mit nach Hause zunehmen.
Schlechten Tag erwischt

Das Hauptproblem beim gestrigen Rennen war mein Ärger um die großen Winschattenpulks und die Übelkeit, die mich von Beginn an begleitete. Die Frustration über das Drafting war natürlich eine Energieverschwendung. Die Ernährung war eine ganz andere Baustelle. Ich weiß nicht, warum ich mich nach dem Frühstück so übel gefühlt habe. Auf dem Rad konnte ich nur in der Hälfte der geplanten Kohlenhydrate und Kalorien zu mir nehmen. So hatte ich im letzten Teil der Radstrecke nicht mehr viel im Tank.

Ich lief den ganzen Marathon durch nur mit Cola. Jede Aid-Station schnappte ich mir Wasser zum abkühlen und Cola, um etwas Zucker zu bekommen. Im Nachhinein ist mir klar, wenn ich an die Magenschmerzen denke, die ich während des Marathons hatte, daran, dass ich nicht ausflippte, dass in der zweiten Hälfte des Marathons noch einmal Tempo aufnahm, wie sehr ich mental gewachsen bin. Ich sage nicht, dass ich schon am Ziel bin, aber mental bin ich stärker geworden.
Platz Vier mit Hindernissen
Also mit 51:25 Schwimmen, einem Sub 5 Stunden Radsplit und 3:25 Stunden Marathon holte ich den vierten Platz. Nächster Halt ist
Frankfurt in fünf Wochen. Ich freue mich, dorthin zu fahren. Eine Top-Ten-Platzierung würde ausreichen, um mich für Hawaii zu qualifizieren, aber wie immer will ich mehr als eine Top-Ten

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www.trimirjam.com!
Fotos: Jayne Ward
Alles riskiert hat Yvonne van Vlerken beim
Ironman 70.3 St.Pölten. Trotzdem musste die Wahlösterreicherin der nach ihrer zweijährigen Dopingsperre stark auftretenden
Lisa Hütthaler den Vortritt lassen und verlor im Fernduell noch Platz zwei um fünf Sekunden an die Schwedin
Eva Nyström. Diese war in der Welle eine Minute. hinter van Vlerken gestartet.
Extreme Witterungsbedingungen
Die Veranstalter taten alles um sich mit den extremen Witterungsbedingungen zu arrangieren, entschieden richtigerweise den Schwimmpart wegen extrem niedriger Lufttemperaturen abzusagen und den Triathlon als modifizierten Rad-Lauf-Bewerb auszurichten. Gestartet wurde das Rennen in kleinen Wellen mit einem kurzen Lauf in die Wechselzone zu den bereitgestellten Rädern.

Yvonne van Vlerken machte bereits beim Sprint zu ihrem Rad klar, dass sie nur mit dem Sieg glücklich sein würde. Ihr Duell mit Hütthaler führte dann am Rad auch dazu, dass sämtliche Mitfavoritinnen bereits nach 25 Kilometern schongehörigen Rückstand hatten. Nach dem Radfahren nahmen die beiden duellierenden Damen dann mehrere Minuten Vorsprung auf alle Top- Favoritinnen mit auf die Laufstrecke.
Druck von Beginn an
Yvonne van Vlerken wählte dieselbe Taktik wie zwei Wochen zuvor beim
Ironman 70.3 Mallorca und machte sofort nach dem Wechsel zum Laufen ordentlich Druck, es gelang ihr bis Kilometer zehn rund 20 Sekunden auf Lisa Hütthaler raus zu laufen. Danach konterte Hütthaler, zog an van Vlerken vorbei und eilte, wie in Mallorca vor zwei Wochen, vor den Augen verblüffter Zuschauer und Mitstreiterinnen allen auf und davon.
Yvonne van Vlerken lief einem sicher gemeinten zweiten Platz entgegen, das Fernduell mit der Schwedin und Duathletin Eva Nyström ging aber um fünf Sekunden zu ihren Ungunsten aus. Nyström hatte auf den ersten zehn Kilometern zwei der drei Minuten Rückstand auf das Duo van Vlerken/Hütthaler gut gemacht. Sie finishte 55 Sekunden hinter Yvonne van Vlerken und hatte damit, im realen Wettkampf ohne direkten Kontakt, um fünf Sekunden die Nase vorne.
“Der dritte Rang ärgert mich.”
Yvonne van Vlerken: “Der zweite Platz wäre akzeptabel gewesen, der dritte Rang ärgert mich aber mehr wie er mich freut… leider habe ich auf der Laufstrecke falsche Informationen bekommen, bei KM 18 hörte ich, dass “alle andere Frauen mehr als 3 Minuten hinter mir wären“ … Leider haben die Beobachter die sehr stark laufende und eine Minute hinter mir gestartete Eva (Nyström) übersehen. Sie hat ein super Renne gemacht und wäre fast noch die lachende Dritte gewesen die das Rennen gewinnen konnte. Immerhin konnte ich aber wieder zeigen, dass ich da und immer gut für einen Podestplatz oder mehr bin. St. Pölten war wie immer ein tolles Rennen. Gratulation an alle Finisher, es war wirklich ziemlich hart heute!“
Zur Website von Yvonne.
Foto: Josef Bollwein/flashface.at
Letzten Samstag stand ich zum fünften Mal in meiner Karriere hinter der Startlinie des
Ironman Lanzarote. Ich habe mich in diese Insel verliebt und schon eine Menge Trainingsstunden hier verbracht. Das Rennen ist etwas ganz Besonderes für mich, trotz der Tatsache, dass es eines der schwierigsten Rennen überhaupt ist. Bisher habe ich hier dreimal gefinisht, jedes Mal auf dem Podium.
Verletzungspech
Zwei Wochen vor dem diesjährigen Rennen zog ich mir eine Unterschenkel-Verletzung zu. Das Ergebnis war, dass ich für zwei Wochen nicht lief und dass ich unsicher war, ob ich das Rennen überhaupt beenden konnte. Ich beschloss dennoch zu starten und zu sehen, ob mein Bein bis zum Ende zu halten würde.
Was einem durch den Kopf geht…

Vor dem Start: “Ich bin nervös. Wird mein Bein bis zum Ende halten”? Es wird ein schöner Tag werden.
Während des Schwimmens: “Ich weiß nicht, ob ich dieses Rennen wieder machen will. Es ist wie in einer Waschmaschine.” Nach 300 Metern: “Es ist nicht so schlimm, wie ich dachte. Und ich bin gut unterwegs, das Wasser ist ruhig und ich finde meinen Rhythmus.”
Während des Wechsels: “He, ich habe keine Schmerzen in meinem Bein!”; “Ruhe bewahren …..” Während der langen Laufes zum Fahrrad: “noch keine Schmerzen”?
Auf dem Fahrrad: “Es regnet. Pass auf, die Straße ist nass, kein Risiko “,” Ich glaube, meine Beine sind gut heute” Nach 80 Kilometern:”Ja, da sind schon zwei schnelle Damen eingefangen “, ” Ah, da ist meine Trainingspartnerin
Hanneke, sie fährt großartig!”,
Fast am Ende der Radstrecke fühle ich mich immer noch frisch und ich freue mich auf den Marathon.”

” Wow
Kristin Möller hat bereits drei Kilometer gelaufen und ich bin noch im Wechsel, sie ist heute wirklich stark! Ich denke, ein zweiter Platz ist das Beste, was ich heute bekommen kann…… ”
Während des Laufs: “Der Lauf fühlt sich gut an. Und ich habe immer noch keine Probleme im Unterschenkel.”, ” Der Lauf ist nicht flach!”, ” Autsch meine Waden, das wird ein harter zweiter Teil “, ” Nur noch zehn Kilometer – die Dritte ist sechs Minuten hinter mir, also wenn ich das Tempo halte, dann gibt es keine Gefahr.”, ” Ein Traum wurde wahr: Ein zweiter Platz!”
Zur Website von Heleen.
Fotos: Xendurance und Ingo Kutsche – sportfotografie.biz
Mit einem hervorragenden Rennen, das ihr allerdings durch Magenprobleme beim Laufen einen möglichen Sieg kostete, hat Yvonne van Vlerken einmal mehr gezeigt, dass sie bereit für die großen Rennen der Saison ist.
Beim Schwimmen schockte sie nicht nur die spätere Siegerin und kontroverse Figur im Triathlon-Sport
Lisa Hütthaler, sondern auch andere Mitbewerber um die Krone von Mallorca. Denn nach dem Schwimmen stieg die starke Radfahrerin mit nur gut 3:30 Minuten Rückstand auf die Spitze um
Anja Beranek, der Rennfavoritin aus Deutschland, auf ihr Simplon Mr.T.
Führung zur Halbzeit

Nach 40 Kilometern hatte sie bereits die Führung übernommen, lediglich Hütthaler konnte ihrem Tempo folgen, sodass die beiden in Sekundenabständen die zweite Wechselzone erreichten. Dahinter folgten mit über vier Minuten Rückstand die Britinnen
Lucy Gossage und
Tamsin Lewis.
Yvonne van Vlerken übernahm die Führung und setzte sich beim Laufen ab, doch nur sieben Kilometer vor dem Ziel war Hütthaler mit einem für sie überraschend schnellen Lauf wieder an ihr dran und konnte sich sogar absetzen.
Die Österreicherin holte damit einen Sieg, der nicht ganz undiskutiert bleiben sollte. Yvonne van Vlerken bekam, nach hartem Kampf, den verdienten zweiten Rang deutlich vor der Dritten Lucy Gossage.
“Es war ein tolles Rennen”

Yvonne van Vlerken: “Es war für mich ein tolles Rennen. Ich hatte zwar beim Laufen Magenprobleme und musste mich übergeben, aber ich habe mich durchgekämpft. Ich habe das Rennen, und vor allem die Radstrecke, sehr genossen, die schnellen Abfahrten waren einfach super, viele haben gedacht das Niederländerinnen nicht runter fahren können, doch das habe ich hier in Österreich lernen dürfen und offensichtlich ist es zu einer Stärke geworden. Ich freue mich nun auf den
Ironman 70.3 St.Pölten, dort werde ich alles geben um das Rennen zum Dritten mal zu gewinnen.“
Zur Website von Yvonne.
Zur Website des Rennens.
Foto: Ingo Kutsche
Hoch motiviert nach ihrem sensationellen Sieg und neuem Streckenrekord in 1:17:15 Stunden beim
Halbmarathon Leipzig geht die Wahl-Österreicherin Yvonne van Vlerken in die Europäische Saison, die ihr Highlight im Deutschen Roth haben wird. In Leipzig hatte sie gezeigt, dass sie als ehemalige Duathlon- Weltmeisterin nicht nur schnell auf dem Rad, sondern auch zu Fuß ist, und pulverisierte den alten Streckenrekord geradezu.
2.Platz beim Ironman Melbourne
Mit ihrem hervorragenden 2.Rang beim Ironman Melbourne konnte Yvonne schon genug Punkte im
Kona Pro-Ranking der WTC sammeln um sicher zur
WM auf Hawaii im Oktober zugelassen werden.

Das Rennen in Melbourne verlief ganz nach Yvonne van Vlerkens Geschmack. Wetterbedingt wurde die Schwimmstrecke auf 1.9km verkürzt, nach sehr gutem Schwimmen war van Vlerken bereits nach nur gut 60 Kilometern in Führung. Alles sah nach einem tollen Tag aus bis ihre über-korrekte und vorsichtige Fahrweise, um nicht in die Windschattenzone zweier vor ihr fahrender Altersklasse-Athleten zu kommen, und ein etwas übereifriger Referee, ihr eine sogenannte „Blocking“- Penalty auf dem Rad bescherte. Diese wurde mit vier Minuten in der Strafbox bestraft. Das bedeutete den fatalen Verlust der Spitzengruppe bei Kilometer 135 und damit einen Kampf alleine gegen den Wind, den Ärger und einen möglichen verlorenen Sieg.
Doch dank eines exzellenten Kampfgeistes und einer guten Moral kämpfte sich Yvonne van Vlerken vom siebten Rang nach dem Rad wieder auf den zweiten Platz und ließ mit dem zweitschnellsten Marathon des Tages u.a. die Ironman Vize-Weltmeisterin
Caroline Steffen hinter sich.
Challenge Roth – nach fünf Jahren Abwesenheit Rückkehr zum Ursprung.
Mit dem Rücken frei, was die Quali für die WM auf Hawaii betrifft, geht die quirlige Athletin nun voller Elan in die Vorbereitung für die
Challenge Roth und meinte dazu: „Ich freue mich irrsinnig darauf wieder in Roth zu starten, dort wo ich den erfolgreichen Sprung vom Duathlon zur Triathlon- Langdistanz geschafft habe. Sieben Jahre lang hatte ich damals von meiner ersten Ironman-Distanz geträumt bis ich endlich antreten konnte. Jetzt ist die Vorfreude wieder in Roth dabei zu sein sehr groß.
Challenge Roth, das ist das Rennen wo meine Triathlon- Karriere erst richtig angefangen hat. Die Emotionen von 2007 und vielleicht selbst noch mehr vom Rennen 2008 sind noch so lebendig. Ich möchte gerne zeigen, dass ich als Athletin und Mensch gewachsen bin und träume von einer neuen persönlichen Bestzeit. Bei dem Top Damen- Feld das angekündigt ist, werde ich auch so schnell sein müssen um mein Minimal-Ziel, die Top-3, erreichen zu können.“
Kommenden Sonntag startet die Niederländerin zum 4.Mal beim
Rheintal Duathlon, den sie bereits drei mal in Folge gewinnen konnte.
Zur Website von Yvonne van Vlerken.
Foto: Delly Carr